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​Sind die Kosten steuerlich absetzbar?

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Die steuerliche Absetzbarkeit von Essen auf Rädern

Gemäß §35a Abs. 2 des Einkommenssteuergesetzes lassen sich "haushaltsnahe Dienstleistungen" von der Steuer absetzen. Im Gesetzestext heißt es dazu:

"Für (...) Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen (...) ermäßigt sich die tarifliche Einkommenssteuer, vermindert um die sonstigen Steuerermäßigungen, auf Antrag um 20 Prozent, höchstens 4 000€, der Aufwendungen des Steuerpflichtigen."

Lassen sich also auch Kosten für einen Menüdienst, der warme Mahlzeiten ins Haus liefert, absetzen?

Nein, urteilt das Finanzgericht Münster im Juli 2011 (Aktenzeichen:14 K 1226/10 E).

Das Gericht ist zwar der Meinung, dass "es sich bei den Aufwendungen für die Zubereitung und Lieferung der Mahlzeiten um Aufwendungen für eine typischerweise im Haushalt anfallende Leistung handelt."

Aber: Eine haushaltsnahe Dienstleistung im Sinne des Gesetzes setze "notwendigerweise auch einen räumlichen Bezug zum Haushalt des Steuerpflichtigen" voraus. Der Gesetzestext sehe "ausdrücklich vor, dass die Dienstleistung, in einem...Haushalt des Steuerpflichtigen...erbracht wird."

Dies ist nach Überzeugung des Gerichts bei einem Menüservice nicht gegeben, da die eigentliche Dienstleistung nicht im Haushalt des Steuerzahlers, "sonder im anliefernden Unternehmen erbracht" werde.

Sprich: Da die Mahlzeiten in der Küche des Menüservices zubereitet und dann zum Kunden gebracht werden, gelten sie nicht als steuerlich absetzbare haushaltsnahe Dienstleistungen.

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